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Intensivseminar »Neue Normen und Messtechnik« zur Beleuchtung von Straßentunneln am 11.September 2013 in Dortmund

Im Rahmen der Fachmesse ELEKTROTECHNIK, 11. bis 14. September 2013, bietet der Verein Tunnel-Portal e.V. am 11. September ein ganztägiges Spezial- und Vertiefungsseminar an. In kompakten Fachvorträgen informieren renommierte Experten Kommunalvertreter, Fachplaner, Tunnel-Betreiber und Tunnel-Ausrüster rund um die Themen »Neue Normen und Messtechnik«. Anlass ist das Erscheinen der neuen Norm zur Evakuierungsbeleuchtung im Tunnel, DIN EN 16276, die detailliert vorgestellt werden soll. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich auf einer Sonderausstellungsfläche in Halle 4 über aktuelle Produkte und Dienstleistungen zur Tunnelbeleuchtung und -ausrüstung zu informieren.

Die Beleuchtungsplanung für Straßentunnel und Unterführungen bewegt sich zwischen Sicherheitsaspekten auf der einen und der Forderung nach größtmöglicher Energieeffizienz aus Umwelt- und Kostengründen auf der anderen Seite. Über Leuchtdichtemessungen werden die benötigten Beleuchtungsniveaus ermittelt und eingestellt. Das Thema Messtechnik ist für die Tunnelbeleuchtung daher von sehr großer Bedeutung. So beschreibt Prof. Axel Stockmar, FH Hannover, die Möglichkeiten und Grenzen der Leuchtdichtetechnik. Mit einem Vortrag zum Thema »Photometrie und Messunsicherheiten« beteiligt sich die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig, an dem Seminar. Dieser Vortrag geht u.a. auf Messtechnik und Messunsicherheiten ein, die beim Einsatz verschiedener Leuchtmittel im Tunnel, darunter auch die LED, entstehen können.

Ein geringerer Energieeinsatz für die Beleuchtung lässt sich beispielsweise erreichen, wenn der Fahrbahnbelag im Tunnel das Licht stärker reflektiert und deshalb die Beleuchtungsstärke abgesenkt werden kann. Dazu hat die TU Dresden umfangreiche Untersuchungen angestellt. Die Ergebnisse der Erforschung der Eigenschaften und der Messung unterschiedlicher Fahrbahnoberflächen präsentiert Dipl.-Ing. Dipl.-Psych. Christoph Schulze, TU Dresden. Dabei werden auch eine Reihe ortsgebundener und mobiler Messgeräte verschiedener Fabrikate vorgestellt. Ein Vortrag aus der Praxis zum Themenbereich »Aspekte der Tunnelsanierung in NRW« rundet das Vertiefungsseminar ab.

Um alle aufkommenden Fragen ausführlich diskutieren zu können, ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

Link zur Messe http://www.elektrotechnik.info
Download Infobroschüre (Programm und Seminargebühr): Programm_Intensivseminar_final.pdf
Anmeldung zum Intensivseminar in "Dortmund" -

Jochen Riepe, Vorsitzender des Vereins Tunnel-Portal e.V.:

"Seit 2007 veranstaltet der Verein Tunnel-Portal e.V. mit den Oldenburger Tunneltagen im vierjährigen Rhythmus interdisziplinäre Fachtagungen zu innovativen Techniken und Dienstleistung für die Einrichtung und den Betrieb von Straßentunneln. Dazu zählen die Bereiche Beleuchtung, Elektrotechnik, Videoüberwachung, Lüftung, etc. In den Zwischenjahren gibt es an unterschiedlichen Standorten Vertiefungsseminare zu aktuellen Themen. Die Beteiligung an der ELEKTROTECHNIK ist für den Verein aus verschiedenen Gründen sinnvoll: Dortmund hat aufgrund seiner zentralen Lagen ein großes Einzugsgebiet und ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden. Darüber hinaus gibt es in NRW eine ganze Reihe Straßentunnel, die zur Zeit zur Sanierung anstehen, so dass wir unser Wissen 2013 am richtigen Ort im richtigen Umfeld anbieten."

Hon.-Prof. Axel Stockmar, FH Hannover:

"Die Lichtplanung für Straßentunnel und Unterführungen ist eine komplexe Aufgabe, die eine regelmäßige Weiterbildung erfordert. Gewährleistet werden muss, dass sich der Verkehrsfluss im Tunnel hinsichtlich Geschwindigkeit, Sicherheit und Fahrkomfort nicht von dem der zuführenden Straße unterscheidet. Ein weiterer wichtiger Aspekt zum Betrieb der Beleuchtung ist das Thema Energieeffizienz. Nach der europäischen Richtlinie 2004/54/EG sind Tunnel im transeuropäischen Straßennetz mit einer Länge von mehr als 500 m mit drei Beleuchtungssystemen auszustatten: Dazu gehört erstens eine Beleuchtungsanlage zur Sicherstellung eines angemessenen Sichtbarkeitsniveaus bei Tag und bei Nacht in der gesamten Tunnelstrecke. Diese wird für den Fall der Unterbrechung der Stromversorgung zweitens ergänzt durch eine Notbeleuchtung zur Aufrechterhaltung eines minimalen Sichtbarkeitsniveaus, damit die Tunnelnutzer in ihren eigenen Fahrzeugen den Tunnel sicher verlassen können. Notwendig ist drittens eine Orientierungsbeleuchtung zur Unterstützung der Tunnelnutzer im Notfall beim Verlassen des Tunnels zu Fuß.

Die verschiedenen Beleuchtungssysteme sind nach den geltenden nationalen und/oder europäischen Regelwerken zu planen, zu errichten und zu betreiben. Hierzu sind neben den Kenntnissen der elektrischen, lichttechnischen und mechanischen Eigenschaften der Beleuchtungskomponenten hinreichende Informationen über die Reflexionseigenschaften der Fahrbahnoberflächen von besonderer Bedeutung. Auf der Grundlage aktueller Regelwerke sollen im Intensivseminar »Neue Normen und Messtechnik zur Beleuchtung von Straßentunneln« die Möglichkeiten und Grenzen der Leuchtdichtetechnik im Allgemeinen aufgezeigt, die Schwierigkeiten bei der Ermittlung der relevanten Daten von Fahrbahnoberflächen und Systemkomponenten diskutiert und Hinweise für tragfähige Sanierungskonzepte gegeben werden." 

Intensivseminar »Neue Normen und Messtechnik« zur Beleuchtung von Straßentunneln

Im Rahmen der Fachmesse ELEKTROTECHNIK (11. bis 14. September 2013).

Das Programm am 11. September in Dortmund
9:30   Uhr   - 10:00   Uhr   Einlass
10:00   Uhr   - 10:15   Uhr   Begrüßung
                  Lothar Hellmann, Vorsitzender des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW
                  Eröffnung
                  Jochen Riepe, Vorsitzender des Vereins Tunnel-Portal e.V.
10:15   Uhr   - 11:00   Uhr   Möglichkeiten und Grenzen der Leuchtdichtetechnik
                  Hon.-Prof. Axel Stockmar, FH Hannover
11:00   Uhr   - 11:15   Uhr   Diskussion und Fragen
11:15   Uhr   - 12:00   Uhr   Eigenschaften unterschiedlicher Fahrbahnoberflächen
                  Dipl.-Ing. Dipl.-Psych. Christoph Schulze, TU Dresden
12:00   Uhr   - 12:15   Uhr   Diskussion und Fragen
12:15   Uhr   - 12:45   Uhr   DIN EN 16276 - Die neue Norm zur Evakurierungsbeleuchtung im Tunnel
                  Dr. Sandra Jacobi, Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST), Bergisch Gladbach
12:45   Uhr   - 13:00   Uhr   Diskussion und Fragen
13:00   Uhr   - 14:00   Uhr   Mittagspause mit Mittagsimbiss und Messebesuch
14:00   Uhr   - 14:45   Uhr   Aktuelle Themen zur Tunnelbeleuchtung und Sanierung aus dem Bereich NRW
                  Dipl.- Ing. Diethard Groß, Straßen NRW
14:45   Uhr   - 15:00   Uhr   Diskussion und Fragen
15:00   Uhr   - 15:45   Uhr   Photometrie und Messunsicherheiten unter Berücksichtigung der Norm prEN 13032-4:2013 » Messung und Darstellung photometrischer Lampen und Leuchten -Teil 4: LED-Lampen, -Module und -Leuchten
                  Dipl.-Ing. Jochen Riepe, Hon.-Prof. Axel Stockmar in Kooperation mit der Physikalischen Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig
15:45   Uhr   - 16:00   Uhr   Diskussion und Fragen
16:00   Uhr   - 17:00   Uhr   Präsentation verschiedener ortsgebundener und mobiler Beleuchtungsstärke-, Leuchtdichte- und Reflexions-Messgeräte.
                  Dipl.-Ing. Jochen Riepe, Dipl.-Ing. Dipl.-Psych. Christoph Schulze in Kooperation mit Dr. Peter Blattner, Eidgenössisches Institut für Metrologie (METAS), Bern
17:00   Uhr             Ende der Veranstaltung


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Veröffentlicht
13:35:53 06.06.2013
Carsten Krüger




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